1. Raum und Technik erfassen
Zum Aufmaß gehören Wände, Winkel, Fenster, Türen, Heizkörper, Schächte, Anschlüsse und die tatsächlichen Höhen. Im Altbau sind mehrere Messpunkte wichtig. Das Kontrollaufmaß vor Bestellung bleibt Aufgabe der Fachplanung.
2. Nutzung und Zonen klären
- Wer kocht und wie oft?
- Welche Geräte und Vorräte müssen untergebracht werden?
- Wo wird vorbereitet, gekocht, gespült und ausgegeben?
- Welche Arbeitshöhen passen zu den Personen und Tätigkeiten?
Vorbereitet ins Erstgespräch: die 5 Punkte, die vorher geklärt sein sollten
- „Planungshilfe: Erst den Raum verstehen, dann die Küche planen"6 Seiten zum Ausfüllen · Alltag, Raum, Funktion, Wirkung, Budget
3. Entwurf und Angebot prüfen
Lass Ansichten, Maße, Gerätebezeichnungen und Leistungsumfang erklären. Prüfe außerdem, wer Demontage, Anschlüsse, Lieferung, Montage und Nacharbeiten übernimmt. Änderungen gehören schriftlich in die Auftragsunterlagen.
Ergonomie
Eine pauschale Formel aus Körpergröße und Arbeitshöhe ist zu ungenau. Die DGUV orientiert sich an der Ellenbogenhöhe und unterscheidet zwischen feinen, normalen und kraftbetonten Tätigkeiten.
Die Ergonomie-Hinweise stammen aus der DGUV-Quelle oben; dein persönliches Angebot richtet sich nach Aufmaß und Planung vor Ort.
Warum die Vor-Ort-Planung entscheidend ist
Ein Grundriss zeigt Längen, aber nicht jede Eigenschaft des Raums. Wandwinkel, Fensterflügel, Heizkörper, Bodenübergänge und die genaue Lage von Wasser, Abluft und Steckdosen beeinflussen den Küchenentwurf. Auch Blickachsen zum Wohnbereich und das Tageslicht lassen sich vor Ort verlässlicher beurteilen als anhand einzelner Fotos.
Beim Termin erfassen wir deshalb Raum, Technik und Nutzung gemeinsam. Anschließend werden Küchenform, Stauraum, Geräte und Materialien entwickelt. Offene Voraussetzungen wie Elektro- oder Sanitärarbeiten werden benannt, bevor bestellt wird. So erhältst du keine isolierte Möbelzeichnung, sondern eine Planung, die zu deinem Alltag und zu den tatsächlichen Bedingungen im Raum passt.
Welche Unterlagen eine Küchenplanung belastbar machen
Ein Grundriss ist ein guter Anfang, bildet aber nicht jede Besonderheit ab. Fotos aller Wände, Maße von Fenstern und Türen, Brüstungshöhen, Heizkörper, sichtbare Leitungen und die Position des Sicherungskastens helfen bei der ersten Einordnung. Bei Umbau oder Neubau kommen Pläne der beteiligten Gewerke hinzu. Entscheidend bleibt ein fachliches Aufmaß, bevor bestellt wird.
Für die Nutzung ist eine einfache Inventarliste oft hilfreicher als eine lange Wunschliste. Welche Geräte stehen dauerhaft auf der Arbeitsplatte? Wie viele Töpfe, Vorräte und Getränkekisten brauchen Platz? Kocht meist eine Person oder arbeiten mehrere gleichzeitig? Diese Angaben übersetzen allgemeine Wünsche in konkrete Schränke, Abstände und Lichtzonen.
Den Entwurf nicht nur geschlossen ansehen
- Türen, Auszüge und Geräte geöffnet darstellen
- Laufwege zwischen Spüle, Vorbereitung und Kochfeld prüfen
- Arbeitsfläche in tatsächlich nutzbare Abschnitte aufteilen
- Steckdosen und Beleuchtung den Tätigkeiten zuordnen
- Sichtachsen aus Ess- und Wohnbereich beurteilen
Vor der Freigabe sollten Entwurf und Angebot denselben Stand haben. Jede sichtbare Wange, Passleiste, Innenausstattung und Montageleistung muss nachvollziehbar enthalten sein. Bei der Vor-Ort-Beratung gleichen wir Planung und Bestand miteinander ab. Dadurch werden bauliche Konflikte früh sichtbar und Änderungen können erfolgen, bevor sie Material, Termine oder Montage verteuern.
Welche Lösung passt zu deiner Küche?
Miss deinen Raum aus, mach ein paar Fotos und notiere dir deine wichtigsten Wünsche. Damit starten wir direkt in die konkrete Planung. Bei der Vor-Ort-Beratung prüfen wir Maße, Bestand und Abläufe im tatsächlichen Raum.
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