Smart Home & Licht

Elektroplan für die Küche: Anschlüsse planen, bevor die Möbel kommen

Ein guter Elektroplan übersetzt die Küchenplanung in konkrete Anschlusspunkte. Er verhindert, dass Steckdosen hinter Geräten verschwinden oder Leitungen später aufwendig versetzt werden müssen.

Elektroplan für die Küche: Anschlüsse planen, bevor die Möbel kommen
Lesezeit: 2 min Aktualisiert: 16.09.2026 Geprüft: Daniel Klas

Auf einen Blick

  • Der Elektroplan entsteht nach dem Grundriss, aber vor der Baustelle: erst Gerätepositionen und Möbel, dann Anschlusspunkte (so die HEA).
  • Alle Verbraucher erfassen – Einbaugeräte, Beleuchtung und Steuerungen, Arbeitssteckdosen plus projektspezifisch Quooker, Weinkühler oder Smart-Home-Komponenten.
  • HEA-Zonen: untere Installationszone 15–45 cm, mittlere 100–130 cm über Fertigfußboden; 115 cm Vorzugshöhe über Arbeitsflächen; Anschlüsse neben statt hinter Geräten.
  • Insel-Leitungen vor Estrich und Bodenbelag klären; Reserve gezielt nach wahrscheinlicher Nutzung, nicht flächendeckend. Die feste Installation übernimmt der Elektrofachbetrieb.

Der Elektroplan kommt nach dem Grundriss – aber vor der Baustelle

Bevor Anschlusspunkte festgelegt werden, müssen die Positionen von Hochschränken, Spüle, Kochfeld, Geräten und Arbeitszonen bekannt sein. Erst dann kann Strom dort geplant werden, wo er später gebraucht wird.

Elektro-Rohinstallation einer Küche mit Leerrohren und Dosen, im Vordergrund eine Planzeichnung

KI-generierte Visualisierung · Elektro-Rohinstallation und Küchenplan, beispielhafte Darstellung.

Die HEA beschreibt genau diesen Ablauf: Sind die Standorte der Großgeräte festgelegt, können Geräteanschlussdosen und Steckdosen geplant werden.

Welche Geräte müssen in den Elektroplan?

  • Kühlschrank und Gefriergerät
  • Geschirrspüler
  • Backofen und gegebenenfalls Dampfgarer
  • Kochfeld beziehungsweise Herdanschluss
  • Dunstabzug
  • Mikrowelle
  • Kaffeevollautomat oder fest eingeplante Kleingeräte
  • Beleuchtung, Netzteile und Steuerungen
  • Steckdosen für mobile Geräte

Hinzu kommen projektspezifische Verbraucher wie Quooker-Systeme, Weinkühler, Müllsysteme mit Elektrik oder Smart-Home-Komponenten.

Anschlüsse nicht einfach hinter Geräte setzen

Ein Anschluss, der technisch vorhanden ist, kann trotzdem schlecht geplant sein. Die HEA empfiehlt bei Geräten wie Geschirrspülern, Anschlüsse unmittelbar rechts oder links des Gerätes anzuordnen und nicht dahinter. So wird die wandnahe Aufstellung nicht behindert und der Anschluss bleibt bei einem Defekt eher erreichbar.

Vorschau der Planungshilfe: Deckblatt „Erst den Raum verstehen. Dann die Küche planen.“

Vorbereitet ins Erstgespräch: die 5 Punkte, die vorher geklärt sein sollten

  • „Planungshilfe: Erst den Raum verstehen, dann die Küche planen"6 Seiten zum Ausfüllen · Alltag, Raum, Funktion, Wirkung, Budget

Installationszonen und Küchenmaße zusammenführen

HEA nennt als wesentliche Bereiche 15 bis 45 cm über Fertigfußboden für die untere Installationszone und 100 bis 130 cm für die mittlere Zone; für Steckdosen über Arbeitsflächen gilt 115 cm als Vorzugshöhe. Die Maße müssen an Sockel- und Möbelhöhe angepasst werden.

Bei Rückwandplatten oder Fliesen wird zusätzlich die sichtbare Gestaltung wichtig. Steckdosen sollten nicht zufällig in Fugen, Dekorwechsel oder unmittelbar an Kanten geraten.

Insel früh planen

Eine Kücheninsel benötigt je nach Ausstattung Strom für Kochfeld, Dunstabzug, Beleuchtung und Arbeitssteckdosen. Leitungswege durch Boden oder Sockel müssen deshalb vor Estrich, Bodenbelag oder Montage geklärt werden.

Wie Steckdosen an Insel und Theke integriert werden können, zeigen wir in Steckdosen an der Kücheninsel.

Beleuchtung und Smart Home mitdenken

Ein Elektroplan endet nicht bei 230-Volt-Steckdosen. Netzteile, Lichtbänder, Schaltstellen, DALI, KNX oder andere Steuerungssysteme benötigen ebenfalls definierte Leitungs- und Einbauorte. Gerade bei grifflosen Küchen oder integrierter Beleuchtung sollte das vor Möbelbestellung feststehen.

Reserve ist sinnvoll – aber nicht wahllos

Zusätzliche Steckdosen können spätere Änderungen erleichtern. Trotzdem sollte nicht jede freie Wandfläche mit Anschlüssen belegt werden. Entscheidend ist die wahrscheinliche Nutzung: Kaffeezone, Vorbereitungsplatz, Essplatz, Insel, Reinigungsgeräte und Ladepunkte.

Planung und Ausführung trennen

Klas Küchen® plant die für Küche und Raum relevanten Anschlusspunkte und koordiniert sie im Projekt. Arbeiten an der festen Elektroinstallation werden durch einen entsprechend qualifizierten Elektrofachbetrieb ausgeführt.

Quelle

Bild- und Mediennachweise

Häufige Fragen

Wann sollte der Elektroplan für die Küche erstellt werden?

Sobald Küchenlayout und Gerätepositionen belastbar feststehen und bevor Leitungen, Steckdosen oder Wandflächen abschließend ausgeführt werden.

Was gehört in einen Küchen-Elektroplan?

Geräteanschlüsse, Arbeitssteckdosen, Inselanschlüsse, Beleuchtung, Schaltstellen sowie projektspezifische Steuerungen und Reserven.

Wer setzt den Elektroplan um?

Die feste elektrische Installation wird durch einen Elektrofachbetrieb ausgeführt. Die Küchenplanung liefert die dafür notwendigen Positionen und Schnittstellen.

Elektroplan aus der Küchenplanung entwickeln

Wir planen Möbel, Geräte, Licht und Steckdosen nicht getrennt voneinander, sondern als zusammenhängendes System. Bei der Vor-Ort-Beratung prüfen wir Einbausituation, Anschlüsse und Schnittstellen im tatsächlichen Raum.

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