Die drei MUSA-Kochfelder im Überblick
| Breite | Kochfläche | Bedienung | Modell |
|---|---|---|---|
| 60 cm | 4 Zonen, 2 Brückenzonen | DigiTouch | SI2B22641D |
| 75 cm | 4 Zonen, 2 Brückenzonen | DigiTouch | SI2B22741D |
| 80 cm | 1 MultiZone + 3 Zonen | Compact Slider Plus | SI1M24854D |
Welches Modell passt?
Dabei unterscheiden sich die Modelle nicht nur in ihrer Größe: Während die 60- und 75-cm-Varianten mit klassischen Kochzonen und Brückenfunktion arbeiten, bietet das 80-cm-Modell eine flexiblere MultiZone und zusätzliche Komfortfunktionen. Welche Variante sinnvoll ist, hängt deshalb weniger von der Größe der Küche ab als davon, wie gekocht wird und wie viel Arbeitsfläche rund um das Kochfeld erhalten bleiben soll. Einen Überblick über die gesamte MUSA-Designlinie liefert SMEG MUSA: Die neue Einbaugeräte-Designlinie.
MUSA 60 und 75 cm: vier Kochzonen mit Brückenfunktion
60 cm sind nach wie vor ein wichtiges Standardmaß. Das Modell bietet vier Kochzonen und zwei Brückenbereiche – jeweils zwei Zonen lassen sich verbinden, sodass eine größere zusammenhängende Kochfläche entsteht, etwa für einen größeren Bräter. Das 75-cm-Modell arbeitet nach demselben Konzept und bietet dabei mehr Platz zwischen den Kochgefäßen. Ein häufiger Planungsfehler lautet „großes Kochfeld = bessere Küche" – das stimmt so nicht: Wer überwiegend mit zwei oder drei Töpfen gleichzeitig kocht, gewinnt durch ein größeres Kochfeld wenig, verliert aber dauerhaft Arbeitsfläche. Bei einem geplanten 75-cm-Modell müssen zudem Einbaumaß, Unterschrank, Schubladenaufteilung und Abstände zu Arbeitsplattenkante, Hochschrank oder Wand mitgeplant werden – ein bestehendes Kochfeld sollte deshalb nicht einfach gegen ein anderes Maß getauscht werden, ohne den gesamten Bereich zu prüfen.
Brückenzonen für Bräter und großes Kochgeschirr
Die Brückenfunktion der beiden kleineren Modelle verbindet zwei Kochzonen zu einer größeren Heizfläche – anders als eine vollständig freie Induktionsfläche bleiben die Positionen der einzelnen Zonen grundsätzlich vorgegeben, die Brückenfunktion verbindet lediglich definierte Bereiche. Für viele Haushalte reicht das vollkommen aus. Wer dagegen häufig unterschiedlich große Pfannen, Bräter oder Grillplatten verwendet und diese flexibel positionieren möchte, sollte sich das 80-cm-Modell genauer ansehen.
MUSA 80 cm: MultiZone statt klassischer Brückenfunktion
Beim SI1M24854D verändert SMEG das Kochflächenkonzept: Das Modell besitzt eine MultiZone sowie drei weitere Kochzonen. Die MultiZone kann sich besser an unterschiedliche Formen und Größen des Kochgeschirrs anpassen – SMEG beschreibt sie ausdrücklich als Möglichkeit, die Kochfläche für verschiedene Töpfe und Pfannen zu erweitern. Das kann bei großen Pfannen oder Brätern einen echten Mehrwert bieten. Auch hier gilt: Wer solche Kochgefäße praktisch nie verwendet, benötigt die zusätzliche Flexibilität nicht zwangsläufig.
Unterschiedliche Bedienkonzepte
Zwischen den Modellen unterscheidet sich auch die Bedienung. Die kleineren Varianten arbeiten mit einem DigiTouch-Display und Plus-/Minus-Tasten, die Leistung lässt sich in neun Stufen plus Booster einstellen. Das 80-cm-Modell verwendet dagegen Compact Slider Plus mit elf Leistungsstufen plus Double Booster. Bei einem Kochfeld wird die Bedienoberfläche täglich benutzt – ob jemand lieber direkt über einen Slider regelt oder mit Plus und Minus arbeitet, kann wichtiger sein als eine selten verwendete Zusatzfunktion. Wenn möglich, sollte man deshalb nicht nur die technischen Daten vergleichen, sondern die Bedienung tatsächlich ausprobieren.
Automatische Topferkennung, Warmhalte- und Grillfunktion
Das 80-cm-Modell erkennt aufgestelltes Kochgeschirr automatisch, sodass die entsprechende Zone nicht erst manuell aktiviert werden muss. Zusätzlich bietet es eine Warmhaltefunktion, die fertig gegarte Speisen auf Serviertemperatur hält, sowie eine Grillfunktion, bei der die Wärme gleichmäßig über die Kochfläche verteilt werden soll – interessant vor allem in Verbindung mit geeignetem Kochgeschirr oder einer Grillplatte. Auch hier sollte das tatsächliche Kochverhalten entscheiden: Eine Grillfunktion, die nie verwendet wird, ist kein Argument für ein teureres Kochfeld.
AutoVent 2.0: Kochfeld und Dunstabzug kommunizieren
Eine der interessanteren Funktionen des höher ausgestatteten MUSA-Kochfelds ist AutoVent 2.0: Das Kochfeld kann eine kompatible Dunstabzugshaube automatisch ansteuern, deren Leistung wird abhängig von der eingestellten Kochleistung geregelt. Damit entsteht eine Alternative zum Kochfeldabzug – interessant vor allem dann, wenn eine klassische Wand-, Insel- oder Deckenhaube gestalterisch besser passt oder der Stauraum unter dem Kochfeld vollständig erhalten bleiben soll. Denn Kochfeldabzüge sind zwar aktuell beliebt, aber nicht automatisch für jede Küche die beste Lösung – Grundlagen dazu liefert Kochfeldabzug oder Dunstabzugshaube.
Eco-Logic: Anschlussleistung begrenzen
Bei den 60- und 75-cm-Modellen lässt sich die maximale Leistungsaufnahme über Eco-Logic zwischen 1.000 und 7.200 Watt begrenzen. Beim höher ausgestatteten 80-cm-Modell ist ebenfalls eine Leistungsbegrenzung vorgesehen, unter anderem auf 2,4 kW. Das kann bei Renovierungen oder bestimmten Elektroinstallationen hilfreich sein – wichtig ist aber, die Funktion richtig zu verstehen: Eine Leistungsbegrenzung ersetzt keinen leistungsfähigen Stromanschluss. Wird das Kochfeld auf eine niedrige Gesamtleistung begrenzt, kann es nicht gleichzeitig alle Kochzonen mit voller Leistung betreiben – die verfügbare Leistung muss verteilt werden. Wer regelmäßig mehrere Kochstellen gleichzeitig auf hoher Leistung nutzt, sollte deshalb einen entsprechend dimensionierten Anschluss vorsehen, siehe Elektroplan für die Küche. Eco-Logic ist eine technische Lösung für bestimmte Situationen, kein Grund, bei der Elektroplanung an der Anschlussleistung zu sparen.
60, 75 oder 80 cm – was ist sinnvoll?
Die Entscheidung würde ich nicht pauschal an der Raumgröße festmachen. 60 cm sind interessant, wenn Arbeitsfläche knapp ist oder normalerweise mit wenigen Töpfen gleichzeitig gekocht wird. 75 cm bieten mehr Platz zwischen den Kochgefäßen, ohne gleich viel Arbeitsplatte zu beanspruchen. 80 cm mit MultiZone werden interessant, wenn regelmäßig mit größeren Pfannen, Brätern oder flexiblem Kochgeschirr gearbeitet wird und die zusätzlichen Komfortfunktionen tatsächlich genutzt werden. Dabei sollte immer die komplette Arbeitszone betrachtet werden – ein großes Kochfeld auf einer kleinen Arbeitsplatte kann die Küchenarbeit sogar verschlechtern, wenn anschließend kaum noch zusammenhängende Vorbereitungsfläche vorhanden ist.
Verwendete Quellen
- SMEG Onlineschulung „Kochen & Grillen" – MUSA-Sortiment, Brückentechnologie, MultiZone, Eco-Logic, AutoVent 2.0
Herstellerangaben zuletzt geprüft am 20. September 2026 anhand der internen SMEG-Schulungsunterlagen, die dem Studio zur Verfügung gestellt wurden. Für ein konkretes Projekt gelten die jeweils aktuellen Hersteller- und Produktdaten des gewählten Modells.
Häufige Fragen
Ist ein 80-cm-Kochfeld automatisch die bessere Wahl?
Nein. Die MultiZone und Zusatzfunktionen lohnen sich vor allem, wenn regelmäßig mit großen Pfannen oder Brätern gekocht wird. Bei überwiegend kleinerem Kochgeschirr reichen 60 oder 75 cm mit Brückenfunktion oft aus.
Was ist der Unterschied zwischen Brückenzone und MultiZone?
Eine Brückenzone verbindet zwei fest definierte Kochzonen zu einer größeren Fläche. Eine MultiZone passt sich flexibler an unterschiedliche Topf- und Pfannengrößen an.
Ersetzt Eco-Logic einen leistungsfähigeren Stromanschluss?
Nein. Eco-Logic begrenzt die maximale Leistungsaufnahme, verteilt diese aber nur auf die aktiven Kochzonen. Wer regelmäßig mehrere Zonen gleichzeitig auf hoher Leistung nutzt, braucht weiterhin einen ausreichend dimensionierten Anschluss.
MUSA-Kochfeld passend zur Küche planen
Wir stimmen Breite, Unterschrank, Arbeitsfläche, Stromanschluss und Dunstabzugslösung gemeinsam mit der Küchenplanung ab – statt das Kochfeld isoliert auszuwählen.
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