Vier typische Bausteine
- Fronten und sichtbare Seiten
- Arbeitsplatte, Rückwand, Spüle und Armatur
- Geräte samt Anpassung der Einbausituation
- Demontage, Entsorgung, Montage und Anschlussarbeiten
Verdeckten Aufwand einplanen
Alte Korpusse sind selten exakt gerade, Ausschnitte passen nicht automatisch und neue Geräte benötigen möglicherweise andere Lüftungs- oder Anschlussbedingungen. Diese Punkte lassen sich erst nach Besichtigung seriös bewerten.
- Ein Induktionsfeld oder ein leistungsstarker Dunstabzug braucht oft einen eigenen, ausreichend abgesicherten Stromkreis – ob der vorhandene reicht, zeigt erst die Prüfung vor Ort.
- Wasseranschluss und Abfluss wandern bei einer neuen Aufteilung häufig mit; je nach Wandaufbau bedeutet das zusätzliche Stemm- oder Verlegearbeiten.
- Alte Fliesenspiegel oder Bodenbeläge reichen selten exakt bis zur neuen Frontkante – Anschlussarbeiten an Wand und Boden gehören mit in die Planung.
Vorbereitet ins Erstgespräch: die 5 Punkte, die vorher geklärt sein sollten
- „Planungshilfe: Erst den Raum verstehen, dann die Küche planen"6 Seiten zum Ausfüllen · Alltag, Raum, Funktion, Wirkung, Budget
Renovierung und Neuküche gleich rechnen
Lass beide Varianten mit vergleichbarem Umfang anbieten. Eine günstige Frontenlösung kann sinnvoll sein; bei schlechtem Grundriss oder geschädigter Substanz kann sie aber Geld in ein unverändertes Problem binden.
Was du vor dem Termin schon klären kannst
- Grobe Maße und Fotos der aktuellen Küche – das reicht für ein erstes Gespräch, ein genaues Aufmaß folgt danach.
- Eine Liste, was auf jeden Fall bleiben soll (z. B. eine gute Arbeitsplatte oder neuwertige Geräte) und was auf jeden Fall weg soll.
- Ein grober Zeitrahmen: Manche Arbeiten lassen sich nur nacheinander erledigen, nicht parallel.
Je klarer diese Punkte vorab sind, desto genauer wird das erste Angebot – und desto weniger Überraschungen gibt es danach.
Ein Vor-Ort-Check macht den Aufwand sichtbar
Viele Kosten entstehen an den Übergängen: Eine neue Arbeitsplatte benötigt passende Ausschnitte, Wandanschlüsse und häufig Anpassungen an Spüle oder Kochfeld. Neue Fronten müssen zu vorhandenen Scharnieren, Schubkästen, Seiten und Passleisten passen. Beim Gerätetausch können Belüftung, Anschlusswert und Einbaumaß zusätzliche Arbeiten auslösen.
Diese Punkte lassen sich anhand eines Fotos nur grob einschätzen. Vor Ort prüfen wir Substanz, Maße, Anschlüsse und die Teile, die erhalten bleiben sollen. Danach können Renovierung und Neuplanung mit demselben Leistungsumfang gerechnet werden. Das verhindert, dass eine zunächst günstige Teilrenovierung durch Sonderanfertigungen, Nacharbeiten oder mehrere getrennte Montagentermine unerwartet teuer wird.
Kosten nach Leistungsumfang statt nach Frontzahl vergleichen
Eine Renovierung wirkt zunächst überschaubar, wenn nur Fronten oder Arbeitsplatte betrachtet werden. In der Praxis kommen Demontage, Anpassungen, neue Beschläge, Ausschnitte, Anschlüsse und Montage hinzu. Außerdem kann der Bestand Überraschungen enthalten: unebene Wände, beschädigte Korpusse oder Geräte mit nicht mehr passenden Nischenmaßen. Diese Positionen gehören in die Kalkulation, bevor Renovierung und Neuküche verglichen werden.
Lass drei Ebenen rechnen: eine reine optische Auffrischung, eine technisch vollständige Renovierung und eine Neuplanung. Alle Varianten brauchen denselben Betrachtungszeitraum und einen klaren Leistungsumfang. Nur so wird sichtbar, ob die günstigere Lösung das eigentliche Problem behebt oder lediglich verschiebt.
Reserve und Abbruchkriterium festlegen
Vereinbare vor Beginn, wie mit nicht sichtbaren Schäden umgegangen wird und ab welchem Zusatzaufwand neu entschieden wird. Eine Reserve ist sinnvoll, sollte aber kein Ersatz für eine sorgfältige Bestandsprüfung sein. Bei der Vor-Ort-Beratung prüfen wir Korpusse, Beschläge, Anschlüsse und Maße. Danach lässt sich der Aufwand realistischer einordnen und das Budget auf die Bauteile konzentrieren, die tatsächlich erhalten, verbessert oder ersetzt werden müssen.
Welche Lösung passt zu deiner Küche?
Sag uns, was an deiner Küche bleiben soll und was erneuert werden muss. Daraus lässt sich eine realistische Kosteneinschätzung ableiten. Den tatsächlichen Umfang, die Einbausituation und mögliche Zusatzarbeiten prüfen wir anschließend bei dir vor Ort.
Renovierungsrahmen einordnen